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Über die Hildesheimer-AIDS-Hilfe

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Die Hildesheimer AIDS-Hilfe e.V. (HAH)
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Vernetzung
Beratung bei der Hildesheimer-AIDS-Hilfe e.V.
Positivenarbeit
Prävention
Schwulenarbeit
Drogenarbeit
Arbeit in der JVA
Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising
AIDS-Hilfe in Zusammenarbeit mit der AIDS-Beratungsstelle im Gesundheitsamt
Angebote
HIV Antikörpertest

Die Hildesheimer AIDS-Hilfe e.V.

versteht sich als Anlaufstelle für Menschen, die sich aus unterschiedlichen Gründen mit dem Thema AIDS beschäftigen wollen oder müssen.

Daraus ergeben sich die Aufgabenfelder Prävention, Versorgung, Vernetzung, Bildung und Information. Die AIDS-Hilfe arbeitet parteilich und akzeptierend und orientiert sich dabei an den Bedürfnissen und Lebenssituationen der jeweiligen Zielgruppe. Im Zentrum der Arbeit steht die Beratung und Betreuung von HIV-infizierten und an AIDS erkrankten Menschen. Angehörige, Freunde und Freundinnen sowie andere ihnen nahestehende Personen können von diesem Angebot ebenfalls jederzeit Gebrauch machen. Daneben bemüht sich die AIDS-Hilfe darum, die Zahl der Neuinfektionen mit HIV zu senken. Dabei geht sie insbesondere auf Menschen zu, die aufgrund gesellschaftlicher Ungleichverhältnisse einem besonderen Infektionsrisiko ausgesetzt sind.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Der gemeinnützige Verein Hildesheimer AIDS-Hilfe wurde 1987 von sieben Männern gegründet, die sich ehrenamtlich und ohne finanzielle Unterstützung im Kampf gegen AIDS und die soziale Ausgrenzung von gefährdeten und betroffenen Menschen engagiert haben. Heute gewährleisten zwei angestellte (Sozial-)PädagogInnen regelmäßige Sprechzeiten und bieten professionelle Beratung, Begleitung und Präventionsmaßnahmen an. Dabei werden sie von einem ehrenamtlich tätigen Beirat sowie von ehrenamtlichen HelferInnen unterstützt. Die Struktur als gemeinnütziger Verein und der gesamtgesellschaftliche Blick sind nicht verlorengegangen; AIDS wird nicht auf das Einzelschicksal reduziert, und die Initiierung und Förderung von Selbsthilfe sind Schwerpunkte unserer Arbeit.

Das Team der Hildesheimer-AIDS-HilfeDas Team der Hildesheimer-AIDS-Hilfe
Marian Künzel, Karin Cohrs


Marian Künzel
Beratung, Betreuung, allgemeine und zielgruppenspezifische Präventionsveranstaltungen, besonders Schwulenarbeit und Förderung von lesbischwuler Selbsthilfe

Karin Cohrs
Geschäftsführung (Verwaltung, Finanzen, Personal), Beratung, Betreuung, allgemeine und zielgruppenspezifische Präventionsveranstaltungen

Tausende von Stunden werden ehrenamtlich für die AIDS-Hilfe gearbeitet. Die Ehrenamtlichen kommen aus unterschiedlichen Berufen, bringen ihre Erfahrungen und Fähigkeiten mit und haben individuelle Motive für ihre Mitarbeit. Sowohl für Ehrenamtliche als auch für Hauptamtliche werden Fortbildungen angeboten. Dabei geht es um Leben und Sterben, Trauern und Loslassen, Selbsterfahrung, Coming out, Gesprächstechniken, Öffentlichkeitsarbeit und Organisationsmanagement in sozialen Vereinen. - Die Reflexion unserer Arbeit und die ständige Weiterentwicklung der Organisation AIDS-Hilfe liegt uns am Herzen.

Vernetzung

Die Hildesheimer AIDS-Hilfe ist Mitglied im Landesverband niedersächsischer AIDS-Hilfen (NAH e.V.), im Bundesverband der deutschen AIDS-Hilfen (DAH e.V.) und im PARITÄTISCHEN Niedersachsen e.V.
Sie arbeitet außerdem eng mit anderen sozialen Einrichtungen in Hildesheim zusammen, so zum Beispiel mit der Drogenhilfe Hildesheim e.V. und vor allem mit der AIDS- und Sexualberatungsstelle des Landkreises Hildesheim .
Damit die Hildesheimer AIDS-Hilfe Schritt hält mit Veränderungen im gesellschaftspolitischen, medizinisch-therapeutischen und finanzpolitischen Geschehen, bilden sich ihre MitarbeiterInnen ständig fort. Unsere Partner in der Erwachsenenbildung sind der VNB Göttingen und die LEB Hildesheim. Außerdem wird die strukturelle Entwicklung der Hildesheimer AIDS-Hilfe regelmäßig von Vorstand und Team überprüft und an neue Gegebenheiten angepasst.

Beratung bei der Hildesheimer-AIDS-Hilfe e.V.

Neben der anonymen Beratung umfasst unser Angebot Fragen zur HIV Infektion und zu Aids (z.B. Übertragungswege, Risikosituationen und Testberatung), aber auch andere Themen aus den Bereichen Sexualität, Partnerschaft und sexuelle Identität.
Wir beraten persönlich, telefonisch und per E-Mail. Zu unseren Sprechzeiten ist eine persönliche Beratung auch ohne Anmeldung möglich [Link: Kontakt].

Wir empfehlen außerdem die Beratung der Deutschen AIDS-Hilfe e. V., Berlin. Sie bietet ebenfalls telefonische und E-Mail-Beratung an. Auf ihrer Homepage finden Ratsuchende Antworten auf oft gestellte Fragen.
Bitte, klicken Sie auf das Banner:


Positivenarbeit

Alle Infizierten und Erkrankten brauchen Verständnis, Zuwendung und Unterstützung. Für alle geht es darum, das Beste aus ihrer Situation zu machen, soviel Lebensqualität wie möglich zu verwirklichen. Dazu werden zum Beispiel gebraucht:
angemessener Wohnraum, berufliche Integration, ausreichende materielle Grundsicherung, gute medizinische Behandlung, individuelle Betreuung und Pflege, Angebote für Freizeit, Erholung und Selbsthilfe.
Für die Beratung und Begleitung der KlientInnen und ihrer Angehörigen ist die AIDS-Hilfe eine kompetente Ansprechpartnerin. Sie hilft bei allen Schwierigkeiten, ob es zum Beispiel um die Begleitung zum Arzt geht, um Erläuterungen zur Therapie, den Sozialhilfeantrag oder um praktische Hilfe im Alltag, Unterstützung in finanziellen Notlagen u.v.m.
Die Betroffenen finden in der AIDS-Hilfe den Ort, an dem sie offen als Menschen mit HIV auftreten können. Im gegenseitigen Austausch ergibt sich die Möglichkeit, auf eigene Erfahrungen hinzuweisen, einander zuzuhören und sich gegenseitig zu stützen.
In der Betreuungsarbeit steht die Hilfe zur Selbsthilfe im Vordergrund, um die Autonomie aller betreuten Personen und ihres nahen Umfelds zu würdigen und aufrechtzuerhalten. Die AIDS-Hilfe möchte den vielfältigen Bedürfnissen von HIV-Positiven gerecht werden. Auch bei schwerer Erkrankung und in der Sterbephase lässt sie niemanden allein.

Prävention

bedeutet die Aufklärung über Infektionswege und Schutzmöglichkeiten zur Vermeidung einer Infektion mit dem HI-Virus sowie über den Umgang mit Betroffenen. Diese Präventionsveranstaltungen, u.a. in Schulen, Jugendeinrichtungen, Behörden, Firmen und Ausbildungsstätten, werden vielfach durch ehrenamtliche MitarbeiterInnen und in enger Zusammenarbeit mit der AIDS- und Sexualberatungsstelle des Landkreises durchgeführt. Die AIDS-Hilfe bildet außerdem MultiplikatorInnen aus, damit diese in ihrem Wirkungskreis aufklären können.
AIDS-Hilfe und AIDS-Beratungsstelle haben gemeinsam mit der Universität und der Fachhochschule das Projekt "Sozialpädagogik und AIDS-Prävention" eingerichtet, in dem StudentInnen intensiv für die Präventionsarbeit geschult werden.

Schwulenarbeit

Schwule und bisexuelle Männer stellen die größte Gruppe unter den HIV-infizierten Menschen in Deutschland dar. Sie leben nicht nur in Metropolen, sondern auch in mittleren Städten wie Hildesheim, und sie leben auf dem Lande.
Orte der Präventionsarbeit sind solche Orte, an denen sich schwule und bisexuelle Männer aufhalten. Wer nicht in die Anonymität einer nahen Großstadt abtauchen kann oder will, nutzt nicht selten die anonymen Treffpunkte bekannter Parks und öffentlicher Toiletten (Klappen). Für im Raum Hildesheim lebende Schwule fehlen Angebote: es gibt keine spezifischen Beratungsstellen und wenig Treffs. Deshalb unterstützt und fördert die AIDS-Hilfe kulturelle Veranstaltungen, Freizeitgestaltung und Treffpunkte für schwule und bisexuelle Männer. AIDS-Prävention geht hier Hand in Hand mit Antidiskriminierungsarbeit, Beratung für Männer im Coming out und der Vermittlung von Lebensweisenakzeptanz.
Ein Großteil der Arbeit besteht aus Kontaktaufnahmen, Gesprächen und der Organisation von Angeboten. Die Mitarbeit von ehrenamtlich engagierten Schwulen und Lesben ist deshalb entscheidend für den Umfang und den Erfolg der Arbeit.

Drogenarbeit

Beim intravenösen Drogengebrauch besteht die Gefahr sich mit HIV zu infizieren und zwar dann, wenn Spritzen von mehreren Personen gemeinsam benutzt werden (needle sharing). Ein Verzicht des abhängigen Menschen auf den Drogenkonsum ist aber nicht immer möglich. Ein großer Teil der drogengebrauchenden Frauen und Männer ist zudem durch Beschaffungsprostitution in zweifacher Hinsicht gefährdet.
Daher arbeitet die AIDS-Hilfe akzeptierend und strebt, was die Infektionsgefahr betrifft, eine Gefahren-Minimierung an (Harm Reduction, Safer Use, Safer Sex). Die wesentliche Präventionsarbeit bezieht sich auf die Vergabe von sterilen Spritzen und Kondomen sowie die Aufklärung über die Infektionsgefahren. Die AIDS-Hilfe betreibt mit ihren Kooperationspartnern zwei Spritzenautomaten, zentral am Rosenhagen und in der Lüntzelstraße, Nähe Marienfriedhof.

Arbeit in der JVA

Die Hildesheimer AIDS-Hilfe bietet Beratung und Betreuung in der Justizvollzugsanstalt an. Durch Aufklärung und Information aller am Vollzug Beteiligten wird eine Sensibilisierung im Umgang mit HIV-Infizierten und an AIDS erkrankten Inhaftierten erreicht und Neuinfektionen können verhindert werden. Die AIDS-Hilfe bietet Präventionsveranstaltungen für Gruppen an und unterstützt vorhandene Gesprächsgruppen der JVA durch ihre Präsenz. Sie bildet Vollzugsbedienstete zu den Themen HIV/AIDS und Hepaptitis fort.

Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising

Durch die Öffentlichkeitsarbeit soll die Notwendigkeit und Qualität der AIDS-Hilfe-Arbeit verdeutlicht und Interesse für die Mitarbeit geweckt werden. Mit gezielter Aufklärung soll die Akzeptanz vielfältiger Lebensweisen und die Solidarität mit von HIV betroffenen Menschen gefördert werden. Die Wege dahin sind Kontakte zur Presse, die Gestaltung von Printmedien, einzelne Großveranstaltungen oder bundesweite Aktionen wie zum Welt-AIDS-Tag am 1. Dezember.
Ein wichtiger Faktor im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit ist die Geldbeschaffung. Die Zuschüsse der öffentlichen Hand reichen nicht aus, alle Notwendigkeiten in der Arbeit der AIDS-Hilfe abzudecken. Dafür müssen Spenden erbeten, Sponsoren gesucht und Benefizveranstaltungen durchgeführt werden. Diese Bandbreite zeigt auf, dass sich hier für ehrenamtlich Tätige ein besonders vielfältiges Einsatzspektrum bietet.

AIDS-Hilfe in Zusammenarbeit mit der AIDS- und Sexualberatungsstelle im Gesundheitsamt

Die Hildesheimer AIDS-Hilfe e.V. und die AIDS- und Sexualberatungsstelle des Landkreises Hildesheim arbeiten eng zusammen, um im Bereich der Aids-Prävention eine effiziente und bedarfsgerechte Arbeit zu leisten. Dabei wird der HIV-Antikörpertest ausschließlich von der AIDS- und Sexualberatungsstelle durchgeführt, und die Begleitung und Betreuung von HIV-Positiven und ihren Zugehörigen gehört allein zu den Aufgaben der Hildesheimer AIDS-Hilfe. Das heißt für Sie, dass es für alle Fragen und Probleme im Zusammenhang mit HIV und Aids in Hildesheim die richtige Anlaufstelle gibt.

Die Kontaktdaten finden Sie hier:
Kontakt der AIDS- und Sexualberatungsstelle im Gesundheitsamt
Kontakt der Hildesheimer AIDS-Hilfe e.V.

Angebote

Information

Abgabe von Information und Materialien

Beratung

zu allen Fragen um HIV und AIDS anonym, kompetent, verständnisvoll, offen, parteilich

Betreuung und Begleitung

von Menschen mit HIV und Aids sowie Personen, die ihnen nahe stehen

Veranstaltungen

  • Aufklärung u.a. in Schulen, Jugend- und Bildungseinrichtungen sowie für medizinisch-pflegerische Berufsgruppen
  • Kampagnen und Projekte zu besonderen Themen und Anlässen
  • Infostände und Mitmach-Aktionen

Aktionen und Projekte zu besonderen Themen

für einzelne Gruppen; z.B. für Jugendliche, Schwule, Positive, Inhaftierte, MigrantInnen

HIV-Antikörpertest

Den Test können Sie bei jedem niedergelassenen Arzt durchführen lassen.

Wenn Sie ihn anonym und kostenlos machen lassen möchten, können Sie sich an die Aids- und Sexualberatungsstelle des Landkreises Hildesheim wenden. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Vor der Blutabnahme findet ein ausführliches Beratungsgespräch statt. Das Ergebnis wird Ihnen nach 8-10 Tagen persönlich mitgeteilt. Wichtig: Das Infektionsrisiko muss mindestens sechs Wochen zurückliegen, damit der Test aussagekräftig ist.

Sprechstunden der Aids- und Sexualberatungsstelle:

Montag, Dienstag 09:00 bis 11:00 Uhr
Donnerstag 14:30 bis 16:30 Uhr

Aidstest

Dienstag 09:00 bis 11:00 Uhr
Donnerstag 14:30 bis 16:30 Uhr
sowie nach Vereinbarung

Kontakt

Landkreis Hildesheim
Fachdienst Gesundheit
AIDS- und Sexualberatungsstelle
Ludolfingerstraße 2
31137 Hildesheim

Tel. 05121 / 309 - 7171

E-Mail: AIDSBeratung@LandkreisHildesheim.de
Homepage:

Betreuung und Beratung

von Menschen mit HIV und AIDS sowie ihnen nahe stehenden Personen

  • Angebot zum Gespräch
  • Unterstützung bei Amtsgängen, Anträgen
  • Vermittlung von Kontakten
  • Angebote zur Freizeitgestaltung
  • Unterstützung von Selbsthilfe
  • Vermittlung von neuesten Erkenntnissen im Bereich Medizin, Ernährung und Pflege
  • Unterstützung bei der Koordination von Pflege

Veranstaltungen

(Vorträge, Seminare, Workshops) in Schulen, Jugend- und Bildungseinrichtungen, Betrieben, medizinischen und pflegerischen Institutionen etc.

Aktionen und Projekte

für einzelne Gruppen wie

  • Jugendliche: Mitmach-Aktion
  • Schwule/Lesben: Treffs, Parties
  • Positive: Positiventreffen, Freizeitangebote, Erholungsreisen
  • DrogengebraucherInnen: Aufklärungsarbeit zu safer-use und safer-sex. Spritzentausch und Spritzenautomat
  • Inhaftierte: Einzel- und Gruppenberatung in der JVA. Fortbildung für Angestellte der JVA
  • Familien und Lebensgemeinschaften mit Kindern, die von HIV/AIDS betroffen sind
  • Menschen aus anderen Kultur- und Sprachkreisen: kulturspezifische Broschüren, Veranstaltungen & Beratung in Kooperation mit dem Ethno-Medizinischen Zentrum e.V. Hannover
  • Öffentlichkeitsarbeit: Pressearbeit Erstellung von Plakaten, Broschüren etc., Ausstellungen, Lesungen, Theater, Infostände, Benefizveranstaltungen

Beirat

Christian Degenhardt
Frank Denecke
Renate Grethe
Martin Priebsch
Martina Weber